Die Dächer von Paris – bald Weltkulturerbe?

Paris, die Stadt der Zinkdächer – bald Weltkulturerbe der UNESCO?

In Paris stellen die Dächer in Bezug auf den Werkstoff Zink eine Besonderheit dar. Das Material wurde, wie in keiner anderen Stadt, in so großem Umfang eingesetzt.

Aus Wohnungsmangel wurde die Nutzung des Dachraums zur Notwendigkeit. Aus diesem Grund wurden hauptsächlich Mansarddächer gebaut, um mit den geknickten Dachflächen möglichst viel Platz zu schaffen.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden sehr viele Häuser und damit auch Dächer neu errichtet. Eine flache Dachneigung konnte damals allerdings nur mit Metalleindeckungen verwirklicht werden. Hier wählte man, auch aus wirtschaftlichen Gründen, das relativ neue Material Zink, für das es seit Mitte des Jahrhunderts mit der Leistendeckung auch eine Bedachungstechnik gab, die eine dauerhafte Eindeckung garantierte.

Der Hauptlieferanten für die Zinkbleche der Pariser Dächer war die Firma Vieille Montagne, die heute ein Teil von VM Building Solutions ist. Aus den Anfangsbuchstaben V und M wurde in Verbindung mit dem Material Zink der Name für die Marke VMZINC.

 

Die Dächer von Paris – Sie sollen nun von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt werden.

Das fordert zumindest eine Pariser Bezirksbürgermeisterin, die große Unterstützung von der Dachdecker-Vereinigung bekommt. Sie möchte ebenso die Dachlandschaft für Bewohner und Touristen zugänglicher machen. Die Dachdecker erhoffen sich eine Aufwertung ihres Berufes und möchten diesen für die Jugend bekannter machen.

Mehr dazu erfahren Sie im Beitrag des ZDF vom 18.03.2021.